DOROW ist das Unternehmen des Jahres

Neben einer Obstplantage mit Äpfeln der Sorte Macintosh in Cupertino begann ein gewisser Steve Jobs in den 70ern genauso. Er dachte nach, was die Menschen brauchen könnten und begann sich in die Arbeit zu stürzen. Herausgekommen ist das erste Unternehmen, das heute mehr als eine Billion Dollar wert ist – Apple.

An die Börse ist Hartmut Dorow nie gegangen, noch heute ist seine Firma eine Kommanditgesellschaft, bei der er und die Söhne René und Raimo persönlich haften. Wochen nach dem Mauerfall suchte sich Hartmut Dorow einen Partner im Westen, der ihm mit Rat und Tat und vor allem Material zur Verfügung steht. Er ist auf Helmut Ernst bei der Firma Lotter gestoßen.

Als Hartmut Dorow in der Garage begann Flüssiggas zu verkaufen, hatte er ein halbes Leben in der Glasseide verbracht und sich eine Menge Fachwissen auf dem Gebiet Gasverkauf angeeignet. Das Flüssiggas wurde in Dahlen am Bahnhof angeliefert und auf Tankwagen umgeladen. Heute wird es bei Tyczka zwischengelagert und dann in die Tanker gepumpt. Dies ist eine der Quellen des Erfolgs der Firma Dorow.

Das zweite Standbein ist mindestens ebenso interessant. Viele von Ihnen sind in der DDR groß geworden und wissen wie früher Badezimmer gebaut wurden. Da war ja alles Mangelware: von den Rohren über die Wasserhähne bis zur Badewanne. Also lag es nahe, dass die Oschatzer einen riesigen Bedarf an modernen Armaturen hatten, die es bei Dorow schon sehr zeitig zu kaufen gab.

Heute sind 180 Leute in Lohn und Brot bei der Firma Dorow, davon 21 Auszubildende. Seit der Firmengründung wurden sage und schreibe 121 junge Leute ausgebildet, sowohl in gewerblichen als auch in kaufmännischen Berufen. Allein dieses Jahr haben am 1. August neun Azubis angefangen. Damit ist er einer der ganz großen Player im Landkreis. Dies wurde nie als selbstverständlich genommen und Projekte und Vereine in der Stadt und der Umgebung mit viel Geld unterstützt.