Beratungsangebot der Stasi-Unterlagenbehörde

Beratung zu SED-Unrecht

Der Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Lutz Rathenow, lädt zu Fragen der Rehabilitierung von SED-Unrecht zu einer Sprechstunde in Riesa ein. Bei der Beratung können neben Fragen zu Möglichkeiten der Wiedergutmachung von politisch motiviertem Unrecht auch laufende Rehabilitierungsverfahren besprochen werden. Fragen zu politisch motivierten Benachteiligungen oder ungeklärten Schicksalen in der DDR können ebenfalls erörtert werden, da auch die Lösung lebensgeschichtlicher Fragestellungen durch den neuen gesetzlichen Auftrag in den Fokus der Arbeit des Sächsischen Landesbeauftragten gerückt ist. Die Bürgersprechstunde in Riesa findet am 16. Mai 2018 von 09:00 bis 18:00 Uhr im Sitzungszimmer 1.8. (1.OG) des Rathauses (Rathausplatz 1) statt. Telefonische Rücksprachen sind während der Sprechzeit möglich (03525-700-286). Für eine barrierefreie Beratung melden Sie sich bitte im Eingangsbereich des Rathauses. Lutz Rathenow und sein Team beraten zu den Möglichkeiten strafrechtlicher, beruflicher und verwaltungs-rechtlicher Rehabilitierung von SED-Unrecht. Ziel der SED-Unrechtsbereinigungsgesetze ist es, den Opfern einen Weg zu eröffnen, die rechtsstaatswidrige Verurteilung aus dem Strafregister zu entfernen, sich vom Makel persönlicher Diskriminierung zu befreien, fortwirkendes Unrecht aufzuheben und soziale Ausgleichleistungen in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus informiert Lutz Rathenow über die 2007 beschlossene SED-Opferpension - eine monatliche Zuwendung in Höhe von 300€ für diejenigen, die in der DDR aus politischen Gründen mindestens 180 Tage in Haft waren. Außerdem besteht die Möglichkeit Akteneinsicht beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen zu beantragen. Zu jeder Zeit kann beim Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Dresden telefonisch ein Beratungstermin vereinbart werden (0351-656-8110).