Französische Partnerstadt besucht

Ressourcenschonung und Demokratieverständnis als Ziel der Stadtpolitik

Venissieux2

Eine Delegation unter der Leitung von Oberbürgermeister Andreas Kretschmar, die Stadträte Thomas Schneider und Katrin Hanel sowie die Geschäftsleitung der Oschatzer Freizeitstätten GmbH besuchten in der vergangenen Woche die französische Partnerstadt Vénissieux. Sie besichtigten unter anderem das Gymnasium Jaques Brel, in welchem die Oschatzer Austauschschüler zeitgleich zu Gast waren. Dort lernen die Schüler nicht nur bis zum Abitur sondern erlernen auch einen Beruf, zum Beispiel die Reparatur von Hausgeräten und Kundendienst (unteres Foto). Junge Leute in die Lage zu versetzen, Geräte zu reparieren anstatt neu zu kaufen ist ein wichtiger Gedanke in der Gesellschaft.

Die Stadt Vénissieux hat ein Bildungsprogramm aufgelegt, um Kindern und Jugendlichen von drei bis 17 Jahren kostenlosen Zugang nicht nur zu schulischer Ausbildung sondern auch zu außerschulischen Aktivitäten wie Musikschule, Sport, Theater und andere kulturelle Bildungsstätten zu organisieren.

So standen eine neu gebaute Grundschule auf dem Programm sowie ein Freizeitbad, welches die Stadt Vénissieux gemeinsam mit den Städten Lyon und Saint Fonds betreibt. Die Oschatzer waren beeindruckt von dem Gedanken der Nachhaltigkeit, der sich durch das gesamte Leben der Vénissieuxer Bürger zieht. Vom Baumaterial, über das Essen in den Schulen und die Erzeugung von Energie und Wasser wird großer Wert auf regionale Kreisläufe und Umweltfreundlichkeit gelegt. Am letzten Tag besuchten die Oschatzer den Wasserversorger Eau du Lyon, welcher auch für Vénissieux Wasser produziert. Dieses Unternehmen ist genau wie die OEWA eine Tochtergesellschaft des französischen Unternehmens Veolia. Thièbauld Mittelberger und Marcus Riemer von Veolia bzw. OEWA begleiteten die Oschatzer Gäste und zeigten wie moderne Wasserversorgung in einem Verdichtungsraum heutzutage funktioniert. Die Nachhaltigkeit und schonende Verarbeitung der natürlichen Ressourcen steht auch hier im Mittelpunkt.